Plattform Pro Pustertal: Treffen zur Riggertalschleife ¦ Incontro sulla bretella Val di Riga. Ausschnitt aus Sitzungsprotokoll TOP Riggertalschleife

Pressemitteilung ¦ comunciato stampa

Die Plattform Pro Pustertal hat zu ihrer Sitzung am 22. Februar Vertretungen der Lokalkörperschaften und verschiedener Organisationen eingeladen, um die Lage betreffend die Verwirklichung der Riggertalschleife zu besprechen. Landesrat Widmann hatte sich aus terminlichen Gründen entschuldigt.

PPP-Sprecherin Christine Baumgartner leitete mit einer chronologischen Darstellung der bisherigen Entwicklung ein, es folgten die Stellungnahmen der Präsidenten der Bezirksgemeinschaften Pustertal und Eisacktal, Roland Grießmair und Peter Gasser. Beide bekräftigten den Willen der Bezirksgemeinschaften, sich mit Nachdruck für die Verwirklichung dieses für beide Bezirke strategischen Vorhabens einzusetzen. Auch die anwesenden Gemeindevertreter, der Landtagsabgeordnete Hans Heiss sowie die Vertretungen des Brunecker Seniorengemeinderats und des Alpenvereins, des Bezirks der SVP-Arbeitnehmer und der Jungen Generation waren sich einig darin, dass die Riggertalschleife im Sinne einer ausgewogenen Verkehrspolitik unverzichtbar ist, damit die Pustertaler Bahn ihr volles Potenzial entfalten und die Straße wirksam entlasten kann. Die Klärung der Finanzierung, die Abstimmung mit RFI und die Feinplanung sollen ohne weitere Verzögerungen angegangen werden. Dafür wollen sich alle Verantwortungsträger im Rahmen ihrer Möglichkeiten einsetzen.
Im Zuge der Diskussion wurden auch verschiedene aktuelle Fragen des Bahnverkehrs angesprochen, so etwa die unbefriedigende Situation am Umsteigebahnhof Franzensfeste, der weder über Aufzüge noch über erhöhte Bahnsteige verfügt und so das Zugfahren besondes für ältere Menschen zusätzlich erschwert.

Bruneck, 23.02.2011
Für die Plattform Pro Pustertal
Dr. Christine Baumgartner

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Per discutere della realizzazione della bretella ferroviaria sulla val di Riga, la Piattaforma Pro Pusteria ha invitato alla propria riunione del 22 Febbraio i rappresentanti degli enti pubblici locali e di diverse organizzazioni. L’assessore provinciale Widmann si è scusato di non poter intervenire a causa di altri impegni.

La portavoce dell’associazione, Christine Baumgartner, ha introdotto l’incontro ricordando cronologicamente lo sviluppo del progetto della bretella della val di Riga. Sono seguiti gli interventi dei presidenti delle Comunità di valle Pusteria e Val d’Isarco Roland Grießmair e Peter Gasser. Entrambi hanno sottolineato la volontà delle Comunità di valle di impegnarsi con energia a favore della realizzazione di questa opera che è strategicamente importante per entrambe le comunità. La necessità urgente della realizzazione di questo progetto è stata ribadita unanimemente anche dai rappresentanti dei Comuni presenti, dal consigliere provinciale Hans Heiss, dai rappresentanti del Consiglio comunale degli anziani di Brunico, dell’ala sociale e dei giovani del SVP, al fine di sviluppare compiutamente il potenziale della ferrovia e per decongestionare efficacemente la strada della Pusteria dal traffico. Nella consapevolezza che in una politica del traffico equilibrata, quella su binario è insostituibile, tutti i responsabili presenti hanno dichiarato che intendono impegnarsi nell’ambito delle loro possibilità per affrontare senza rinvii le questioni aperte come il finanziamento, l’accordo con l’RFI e la progettazione dettagliata.

Nel corso della discussione sono stati affrontati anche diversi temi riguardanti la ferrovia, come la situazione di forte disagio che devono affrontare i viaggiatori, soprattutto quelli più anziani, nella stazione ferroviaria di Fortezza, priva sia di ascensore che di banchina a altezza di treno.

Brunico, 23/02/2011
Dr. Christine Baumgartner, portavoce

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PROTOKOLL DES TREFFENS

TOP 2 (Riggertalschleife)
 
 

Erarbeitung von gezielten Initiativen zur raschen Verwirklichung der
 Riggertalschleife
 

 

Frau Ch. Baumgartner berichtet kurz über die Aktivitäten der PPP zur Riggertalschleife. Bei der Vollversammlung 2009 sollten die Ingenieure Mintah und Martinelli über ihr Siegerprojekt des Wettbewerbes (2. Preis, erster wurde keiner vergeben), referieren, was im letzten Moment von höchster politischer Stelle untersagt wurde. Eine Übersicht über das Projekt wurde an alle anwesenden verteilt. Bei der Vollversammlung 2010 wurde eine Resolution verfasst, und an alle Landesräte persönlich verschickt. Diese sowie jene vom AVS Bruneck ein Jahr vorher blieben beide ohne Echo. Es ist also an der Zeit, massiven Druck auf die verantwortlichen Politiker auszuüben.

Nach dieser einführenden Standortsbestimmung erteilt sie dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Roland Griessmair und dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Bürgermeister Peter Gasser das Wort. Herr Griessmair erinnert daran, dass in der Zwischenzeit vieles geschehen sei und betont, dass die Projekte für Straße und Schiene gleichrangig und konsequent weiter zu betreiben seien. Beide Bezirke, Eisacktal und Pustertal stünden voll dahinter und stehen dafür ein, dass auch die Riggertalschleife verwirklicht werde. BM Gasser betont, dass diese doch ein Megaprojekt sei und die derzeit ins Auge gefassten 17 Millionen niemals reichen würden. Besonders müsste auf die RFI und den Landeshauptmann Druck ausgeübt werden, um die Verwirklichung schnellstmöglich zu erreichen; für die nächsten Jahre sei die Finanzierung allerdings noch nicht eingeplant. Herr Campei fordert eine Antwort auf die Frage, wer wie viel bezahlen wird (RFI und/oder das Land). Diese Frage bleibt unbeantwortet im Raum stehen. Frau Schnarf und Herr Niederhofer bemerken dazu, dass die RFI an unserer Bahn kein besonderes Interesse habe, da sie sich primär auf ihre Hochgeschwindigkeitszüge einschieße und dass es daher unumgänglich sei, dass das Land die volle Finanzierung übernehme, um die Vorhaben voranzutreiben. Mit der Errichtung der Riggertalschleife müsse auch daran gedacht werden, dass Brixen der neue Knotenpunkt fürs Pustertal werde und dass diese Knotenfunktion auch nach dem Bau des Basistunnels für alle nationalen und internationalen Schnellzüge garantiert werde. Herr Niederhofer bemerkt weiters, dass für die Bahn Jahrzehnte lang keine Investitionen getätigt wurden, und dass das Land andererseits für Straßenbauten allein im letzten Jahrzehnt weit über eine Milliarde bereit gestellt hat. Es sei also an der Zeit, dass die Bahn ihren Gleichberechtigungsstatus wieder gewinne. Dazu ergänzte Herr Stoll, wie viel für den Sonnenburgtunnel ausgegeben wurde und wie viel für die Einfahrt ins Gadertal noch ausgegeben wird, beides Spesen, die nicht wirklich notwendig seien. Frau Niedermair brachte es auf den Punkt: Die Bevölkerung von Niedervintl habe die Umfahrungsstraße nie gewollt und trotzdem wurde sie am grünen Tisch als im Interesse der Bevölkerung für notwendig erklärt und sau teuer erbaut. Demgegenüber bemerkte Herr Hannes Niederkofler, Straße und Bahn dürften nicht gegenseitig ausgespielt werden. Auch Herr Griessmair betonte nochmals die Wichtigkeit des Straßenbaus für den lokalen Verkehr, wobei der Durchzugsverkehr nicht gefördert werden soll. Wie die beiden zu trennen seien (das eine ja, das andere nein), bleibt ungesagt. Betont wird ferner, dass für einen reibungslosen und Fahrplan sicheren Zugverkehr das Kreuzungssystem gezielt auszubauen sei, ja dass viele Strecken zweigleisig werden müssten, Dieter Mair plädiert für eine vollständige Zweigleisigkeit. Mit etwas Enttäuschung wurde bemerkt, dass sich Brixen bisher nie zu diesem Vorhaben, das ja nicht nur das Pustertal beträfe, geäußert hätte (Hans Heiß, Gottfried Küebacher). Zur vielfach gehörten Aussage, die Schleife sei nicht finanzierbar, bemerkte Gerhard Elzenbaumer knapp und klar, dass es nur auf den politischen Willen ankäme. Zur Frage der Finanzierbarkeit und Machbarkeit gab Hans Peter Niederkofler als Eisenbahn- und Fahrplanexperte einige klärende Informationen: Sicher sei die RFI ein Hemmschuh, aber vor allem käme es auf die politische Bereitschaft des Landes an, die Spesen und so schnell und so weit möglich auch die Eisenbahntrassen zu übernehmen. Neben diesem Hauptanliegen kommen noch einige andere Probleme auf den Tisch, die nicht unberücksichtig bleiben dürfen: Frau Christine Giannotti verweist darauf, dass der Bahnhof Franzensfeste nicht einmal über einen Aufzug verfüge und dass die Bahnsteige noch immer ein Treppensteiger Training ab verlangten. Dass in Franzensfeste und anscheinend bald auch in Bruneck kein Schalterdienst mehr geboten werde, sei alles andere als Kunden freundlich und dem Ziel, den Zug für den Bürger attraktiv zu machen, gar nicht förderlich (Helga Thomaser). Christine Baumgartner regt an, dass in den Zügen auch Durchsagen über die Anschlüsse (Franzensfeste, Bozen usw.) gemacht werden. Herr Hans Schmieder betont, dass es für Südtirol als Klimaland (der Großteil der Gemeinden sind Mitglied beim globalen Klimabündnis) endlich an der Zeit sei, den Klimabundgedanken auch bei der Mobilität umzusetzen; Klima schädigende Mobilität sollte bestraft werden. Frau Schnarf und Herr H.P. Niederkofler weisen noch auf das ab 2012 geplante neue Abo hin.

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